Internationaler Menschenrechtspreis für „Brot für die Welt“-PartnerKolumbianischer Menschenrechtsanwalt erhält Martin-Ennals-PreisStuttgart/Genf, 9. März 2003.�� Die am höchsten angesehene Auszeichnung der internationalen Menschenrechtsbewegung geht an das Mitglied einer „Brot für die Welt“-Partnerorganisation: Der kolumbianische Anwalt und Menschenrechtsverteidiger Alirio Uribe Muñoz erhält am 31. März in Genf den 10. Martin-Ennals-Preis für Menschenrechtsverteidiger. Die Verleihung durch den UN-Hochkommissar für Menschenrechte Sergio Vieira de Mello wird vom Schweizer Fernsehen live übertragen. Das Anwaltskollektiv „José Alvear Restrepo“, dessen Vorsitzender Uribe ist, wird seit 1994 von „Brot für die Welt“ unterstützt. Alirio Uribe Muñoz engagiert sich seit mehr als einem Jahrzehnt für die Opfer von Menschenrechtsverletzungen und deren Angehörige. Im Bürgerkriegsland Kolumbien fielen allein im vergangenen Jahr wieder über 4.000 Zivilisten politisch motivierten Morden zum Opfer. Unter ihnen waren 17 Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen und 184 Gewerkschafter. Die meisten dieser Verbrechen werden von den staatlichen Behörden nicht untersucht und bleiben deshalb straflos. Für ihr mutiges Auftreten werden Alirio Uribe und andere Mitglieder des Anwaltskollektivs von paramilitärischen Gruppen und deren Hintermänner in der Armee bis heute mit dem Tod bedroht. Der Martin-Ennals-Preis für Menschenrechtsverteidiger ist nach dem ersten Generalsekretär von Amnesty International benannt und wird von zehn weltweit führenden Menschenrechtsorganisationen getragen. Die mit 20.000 Schweizer Franken dotierte Auszeichnung wurde 1993 ins Leben gerufen und seit 1994 jährlich an Einzelpersonen oder Organisationen verliehen, die im Kampf um die Menschenrechte außerordentlichen Mut bewiesen haben. Es soll damit die Fortsetzung der Menschenrechtsarbeit unterstützt werden. Die Verleihung des Preises bedeutet auch eine Schutzfunktion für die ausgezeichneten Personen, weil dadurch ihr internationales Ansehen und ihr Bekanntheitsgrad erhöht wird. Die bisherigen Preisträger sind: Jacqueline Moudeina, Tschad (2002); Peace Brigades International, Kolumbien (2001); Immaculée Birhaheka, Demokratische Republik Kongo (2000); Nataša Kandić, Jugoslawien (1999); Eyad El Sarraj, Palästina (1998); Samuel Ruiz García, Mexiko (1997); Clement Nwankwo, Nigeria (1996); Asma Jahangir, Pakistan (1995); Harry Wu, China (1994). www.brot-fuer-die-welt.de
Für alle Anfragen steht Ihnen Dr. Andreas Selmeci unter der Telefonnummer 07 11 /21 59 –743 zur Verfügung. Er leitet das Team Menschenrechte im Diakonischen Werk der EKD und ist Mitglied der Jury des Martin-Ennals-Preises. Die evangelische Hilfsaktion „Brot für die Welt“ wurde 1959 in Berlin gegründet. Ausschließlich durch Spendengelder finanziert, unterstützt sie mittlerweile über 1.800 Projekte in den Ländern des Südens zur nachhaltigen Bekämpfung von Armut und Hunger und für die Rechte der benachteiligten Menschen. |




