Pressemitteilung
Iranischer Menschenrechtsverteidiger von Verleihung von führendem Menschenrechtspreis in Genf ausgeschlossenGenf, 02. November 2009
Emad BAGHI ist der erste Preisträger in der 18-jährigen Geschichte des Martin Ennals Preises für Menschenrechtsverteidiger (MEA), der seine Auszeichnung nicht persönlich in Empfang nehmen kann. Damit kommt der Zeremonie am 2. November in Genf auch die besondere Rolle zu, die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft auf die Situation im Iran zu lenken. Der Vorsitzende der Martin Ennals Stiftung, Hans Thoolen, erklärt dazu: „Daran, dass die Regierung bereits einen Autor fürchtet, der sich auf Grundlage der islamischen Lehre für eine stärkere Achtung der Menschenrechte ausspricht, kann man erkennen, wie sie mit nonkonformistischen Stimmen umgeht.“ Eine Pressekonferenz von den Organisatoren findet um 14 Uhr im Palais Eynard statt. Der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte wird den Preis an einen Vertreter von Emad Baghi übergeben, und Opernstar Barbara Hendricks tritt ihm zu Ehren auf. Daneben werden exklusive Aufnahmen eines Filmemachers gezeigt, der zuvor mit dem Laureaten im Iran zusammengetroffen ist. Die Veranstaltung wird von der Stadtbehörde Genf, der Menschenrechtshauptstadt der Welt, koorganisiert und beginnt um 18 Uhr in der prestigeträchtigen Victoria Hall. Das schweizerische Fernsehen wird die von Journalist Michel Cerutti moderierte Zeremonie aufzeichnen. Emad Baghi, Theologe und Autor, hat den Mut, für seine Überzeugung einzutreten, dass der Qur’an weder die Todesstrafe noch willkürliche Tötung und Inhaftierung duldet. Er hat unbeirrt versucht, seine Ansichten öffentlich zu machen, ohne jemals zur Gewalt aufzurufen. Er und seine Familie sahen sich einer Reihe von gerichtlichen und quasi-gerichtlichen Maßnahmen ausgesetzt, aber der Nachdruck seines Arguments, das sich ausschließlich auf religiöse und akademische Debatten stützt, hat ihm auch Respekt unter den Geistlichen verschafft und zur Veröffentlichung einiger seiner Bücher und Artikel geführt. Die MEA, eine einzigartige Kollaboration der zehn führenden Menschenrechtsorganisationen, ist der Preis der gesamten Menschenrechtsbewegung. Die JURY setzt sich aus den folgenden Nichtregierungsorganisationen zusammen: Amnesty International, Human Rights Watch, Human Rights First, International Federation for Human Rights, Weltorganisation gegen Folter (OMCT), International Commission of Jurists, Deutsches Diakonisches Werk, International Service for Human Rights, Front Line und HURIDOCS. Schirmherren des Martin Ennals Preises sind: Louise Arbour, Asma Jahangir, José Ramos-Horta, Theo van Boven, Adama Dieng, Leandro Despouy, Barbara Hendricks, Robert Fulghum und Werner Lottje†.
Für Pressekontakte und weitere Informationen zum Martin Ennals Preis : Luis Marreiros , Koordinator Tel. +41.22.8094925 |



