Pressemitteilung
Genf, 17. Novemver 2008 Ehrung einer aussergewöhnlichen Frau am 20.November in GenfMutabar TADJIBAEVA, die am 2. Juni aus dem Gefängnis entlassen wurde und zum ersten Mal die Erlaubnis erhielt, ins Ausland zu reisen, wird am Donnerstag, dem 20. November 2008 um 18 Uhr im Rahmen einer internationalen Zeremonie im berühmten Museum Ariana in Genf den Martin Ennals Preis für Menschenrechtsverteidiger (MEA) 2008 erhalten. Der Preis wird von der Menschenrechtskommissarin der Vereinten Nationen überreicht. Im Rahmen der Zeremonie wird Opernstar Barbara Hendricks auftreten. Das Schweizer Fernsehen wird die diesjährige Preisverleihung für die EBU (Europäische Rundfunkunion) aufgezeichnen, die allen Mitgliedern offeriert wird. Zum Programm gehören auch exklusive Filmaufnahmen und ein runder Tisch mit Usbekistan-Experten. Die Zeremonie wird zusammen mit der Stadt Genf organisiert die auf diese Weise an den 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte erinnern möchte. Mutabar Tadjibaeva ist eine sehr mutige Frau, die sich seit langem dafür einsetzt, dass “normalen” Leuten Gerechtigkeit zuteil wird. Sie hat Gerichtsprozesse verfolgt und dafür gesorgt, dass aufgedeckte Missstände öffentlich gemacht wurden. Aufgrund ihrer offenen Kritik an der Haltung der Regierung angesichts des Massakers von Andijan im Jahr 2005, bei dem Hunderte unbewaffneter Zivilisten getötet bzw. verwundet wurden, wurde sie zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Zwar setzte man sie unter strengen Auflagen wieder auf freien Fuss, sie weigert sich jedoch, ihre Kritik zu verschweigen. Uzbekistan wird sich im nächsten Monat dem Überprüfungsverfahrens des UNO- Menschenrechtsrates stellen.In diesem Kontext lenkt der Vorsitzende der Jury des MEA, Hans Thoolen, die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft auf die dramatische Vergangenheit und Gegenwart dieses Landes und ermutigt Usbekistan, mit den Reformen fortzufahren und alle noch inhaftierten Menschenrechtsverteidiger frei zu lassen. Die einzigartige Zusammenarbeit der zehn wichtigsten Menschenrechtsorganisationen macht den MEA zum Preis der gesamten Menschenrechtsbewegung. Die Jury setzt sich aus folgenden Nichtregierungs-organisationen zusammen: Amnesty International, Human Rights Watch, Human Rights First, International Federation for Human Rights, Weltorganisation gegen Folter (OMCT), International Commission of Jurists, Deutsches Diakonisches Werk, International Service for Human Rights, Frontline und HURIDOCS. Schirmherren des Martin Ennals Preises (MEA): Louise Arbour, Asma Jahangir, José Ramos-Horta, Theo van Boven, Adama Dieng, Leandro Despouy, Barbara Hendricks, Robert Fulghum und Werner Lottje†. Frühere Preisträger: Rajan Hoole-Kopalasingham Sritharan, Sri Lanka und Pierre Claver Mbonimpa, Burundi (2007); Akbar Ganji, Iran und Arnold Tsunga, Zimbabwe; Aktham Naisse, Syrien; Lida Yusupova, Russland; Alirio Uribe Muñoz, Colombien; Jacqueline Moudeina, Tschad; Peace Brigades International; Immaculée Birhaheka, Demokratische Republik Kongo; Natasa Kandic, Jugoslawien; Eyad El Sarraj, Palästina; Samuel Ruiz García, Mexiko; Clement Nwankwo, Nigeria; Asma Jahangir, Pakistan; Harry Wu, China (1994). Für Pressekontakte und weitere Informationen zum Martin Ennals Preis : Luis Marreiros , Koordinator Tel. +41.22.8094925 |



